Wieder scheitern wir an der Cleverness

Am Samstag stand für uns die nächste Auswärtsherausforderung in der nahegelegenen Haydnstraße an. Schon bei Betreten der Halle sah man ein eher ungewohntes Bild von TU II. Die ewigen Studenten konnten aus einem vollen Kader schöpfen und unterlagen in einem spannenden Spiel dem Absteiger Krostitz knapp mit nur 2:3. Wir konnten hier schon als Zuschauer ein paar spektakuläre Ballwechsel und ominösen Interaktionen mit dem Schiedsgericht beobachten. Zweiteres sollte auch uns in unserem eigenen Spiel nicht verwehrt bleiben. 

Wir starteten wie üblich mit unserer Feldzeit und wurden wieder einmal bereits vor dem Spiel mit dem Nicht-Einhalten von Absprachen bestraft. Wir haben es bisher bei keinem Auswärtsspiel erlebt, dass Einspielzeit und Spielbeginn so abliefen, wie vorher mit allen Beteiligten besprochen; das sollte so in einer nach mehr Professionalität strebenden Sachsenliga nicht ablaufen.

In Satz 1 liefen wir konsequent einem Rückstand hinterher und sahen uns auch gleich mit ein paar kontroversen Entscheidungen konfrontiert. Nichtsdestotrotz lagen wir beim Spielstand von 21:20 sogar in Führung. Wieder einmal fehlender Cleverness geschuldet verloren wir den Satz mit 22:25, weil wir die entscheidenden Punkte dann eben TU überließen. Der zweite Satz war insgesamt weniger ausgeglichen. Über die Zwischenstände 7:8, 11:16 und 21:16 verloren wir kurzzeitig den Anschluss. Hier wurde leider auch deutlich, dass unsere Abwehr an diesem Tag einfach nicht funktionierte. Nach ein paar harten Worten in Auszeit Nummer 2 kam aber plötzlich verloren geglaubter Siegeswille zurück und wir punkteten gleich mehrfach zum Break. Der Ausgang des Satzes ähnelte dann leider wie so oft einem alten porösen Fahrradreifen. Die Luft und der Kampfgeist waren kurz vor Schluss raus und wir verloren den Satz 23:25. Als lustige Auflockerung des Tages bekam Till noch eine gelbe Karte für einen Satz den weder er noch irgend jemand anders gesagt hatte. Es war also viel Kreativität bei dieser und einigen gepfiffenen Touch-Situationen gefordert.
Satz 3 ist schnell beschrieben. Ein durchweg besser funktionierendes Abwehr- und Angriffsspiel und ein Funken Überlegenheit auf Seiten der Studenten bescherten uns im Endeffekt die 0:3 Niederlage.

Da Chemnitz überraschenderweise beide Heimspiele gewann und dabei gleich 6 Punkte kassierte (haben wir in der Sachsenliga leider noch nie geschafft), rutschen wir damit auf den letzten Tabellenplatz ab. Jetzt kann es nur noch nach oben gehen!