Sachsenpokalfinale - Ein gelungenes Event

Die Trauer sitzt noch etwas tief im Nacken und trotzdem können wir positiv auf den vergangen Samstag zurück blicken. Aber mal ganz von vorn erzählt:
Halb 10 trafen sich die Momis zum Aufbau der Kulissen. Und all das, was wir uns vorgenommen haben, klappte wie am Schnürchen. Feld wurde vorbereitet, Brötchen wurden geschmiert und die Zapfanlage wurde montiert. Alles ging Hand in Hand.

 

Und dann begann auch schon das erste Spiel. Der Beginn verlief für beide Mannschaft etwas holprig. Man merkte, dass die Damen auf dem Feld nervös waren. Verständlich, immerhin steht man nur einmal in der Saison vor ca. 150 Zuschauern in der Halle und spielt Volleyball. Doch aus Nervosität wurde zunehmend eine kämpferische Darbietung und somit boten uns beide Mannschaften spätestens ab Ende des ersten Satzes den versprochenen Schlagabtausch – zu Beginn noch mit dem besseren Ende für Hainsberg. Der zweite Satz ist schnell erzählt. Die Damen aus Hainsberg spielten einen Powerplay, der sich sehen lassen konnte, und Plauen konnte dem nichts entgegensetzen. 2:0 Führung für Hainsberg. Doch dann kam Plauen zurück - mit viel Kraft und vor allem kämpferischer Ausdauer. Die jungen Damen aus Plauen zeigten, was in ihnen steckte, und gewannen die nächsten beiden Sätze, wodurch es in den den Tie-Break ging. Im 5. Satz spürte man dann die Nachwehen des Kampfeinsatzes der ersten beiden Sätze, da Hainsberg zunehmend die Puste ausging. Verletzte Spieler in den eigenen Reihen und ein geschrumpfter Kader machten letztendlich den Unterschied aus. Plauen hingegen konnte aus den Vollen schöpfen und wirkte noch deutlich frischer im Spiel. Trotz einer starken Leistung unterlag Hainsberg schlussendlich im 5. Satz den Plauener Damen.
An dieser Stelle kann man wohl sagen Glückwunsch an Plauen zum Sieg. Machen wir auch. Aber viel mehr sind beide Mannschaften zu beglückwünschen. Ihr habt uns, euern Fans und allen anderen Zuschauern ein echtes Spektakel geboten. Danke dafür!

 

Im zweiten Finale durften dann auch wir endlich aufs Feld, um zu zeigen, warum wir denn eigentlich im Finale stehen. Jedoch legte den Traumstart eher die Mannschaft der Kreuzschule aufs Feld. Nichts schien zu laufen und wir gerieten schnell mit 1:11 in Rückstand. Wie in vielen Begegnungen zuvor haperte es an allen Elementen und wir schauten dem Gegner beim Aufzwingen seines Spiels zu. Doch wir wären ja nicht Motor Mickten, wenn wir daraus nicht mehr machen würden. Wir kamen also zurück ins Spiel und konnten den Vorsprung sogar bis auf drei Punkte schrumpfen lassen. Da steckte eine Menge Arbeit und viel Kampf dahinter, doch leider kam die Zündung zu spät und dank Kreuzschules abgeklärter Spielweise ließ der Gegner nichts mehr anbrennen.

Statt an der Aufholjagd anzuknüpfen und nun ordentlich in den nächsten Gang zu schalten, hatten wir im zweiten Satz erstmal ganz andere Probleme. So schien uns aufgrund des defekten Rollos der Sporthalle wortwörtlich die Sonne ins Gesicht und ließ uns bei Annahme- und Abwehraktionen auf der Position 1 nahezu blind aussehen. Kreuzschule erkannte diesen Vorteil sehr schnell und spielte bedenkenlos über diese zusätzliche Achillesferse. Somit blieb uns stellenweise kaum etwas übrig, als den Satz aufzugeben und die Kräfte für den nächsten Satz aufzusparen.

Dann endlich sollte es also passieren. Die Zündung war ja bereits zu erkennen, die Sonne stand nun zu unseren Gunsten und drei Sätze spielen ja sowieso weder wir noch Kreuzschule gern. Von daher sprachen alle Zeichen dafür, einen besseren Satz aufs Parkett zu legen. Wir starteten also mit leicht geknickten Mundwinkeln aber dafür umso größerem Siegeswillen in den dritten Satz. Die deutlichen
Peitschengesänge aus den eigenen Fan-Reihen "5-Satz Momi, 5-Satz Momi" holten dann noch die erforderlichen Funken an Motivation und Ehrgeiz aus den angeknacksten Gemütern heraus und weckten schließlich neue Energien. Somit konnte erstmal eine Führung herausgespielt werden und alle Spieler wirkten spätestens Mitte des Satzes wie ausgewechselt. Während dadurch über die lange Distanz eine klare Tendenz erspielt werden konnten, brachen wir am Ende doch nochmal ein und so wollte der letzte erforderliche Punkt nicht so richtig fallen: 24:22, 24:23, 24:24. Welcher Wahnsinn spielte sich da ab. Nachdem der Satzball ständig von einer Mannschaft zur anderen wechselte, um dann doch wieder von der anderen Mannschaft nicht ausgenutzt zu werden, behielten wir am Ende die Nase vorn und beschenkten unseren Trainer und sicher auch viele der Fans mit neuen grauen Haaren auf ihren Häuptern.

Dennoch war es erstmal geschafft – der Knoten war geplatzt und wir retteten uns in den 4. Satz. Nun kann man sagen, dass es entweder eine total ausgeklügelte Taktik war oder einfach nur Glück des Tüchtigen, dass wir einen derart langen 3. Satz spielten – auf jeden Fall meinte es der Sonnengott gut mit uns und die Sonne verzog sich hinter den Bäumen, wo sie keinerlei Nachteil mehr darstellen sollte. So konnte man erneut mit viel Kampfgeist und gewonnenem Hoffnungsschimmer in den Satz starten. Zwar liefen wir lange Zeit einem kleinen Rückstand hinterher, doch behielten wir am Schluss dennoch die Nerven und setzten uns erfolgreich durch.

Da war er also mal wieder. Der beliebte 5. Satz. Schon so oft diese Saison – vermutlich so oft wie bei keiner anderer Mannschaft der Sachsenliga und wahrscheinlich auch in keiner anderen Liga in Sachsen, sollte es der 5. Satz sein, der das Spiel entscheiden musste. Dabei sprach die Statistik eigentlich für uns, denn immerhin gewannen wir diese Saison bisher 7 von 9 Spielen im letzten und entscheidenden 5. Satz. Und auch bis zum Seitenwechsel bei 8:6 für Kreuzschule glaubte jeder von uns daran, erneut einen Sieg verbuchen zu können. Doch dann zeigte sich einfach die Erfahrung, die die ewigen Schüler der Kreuzschule auf dem Kerbholz haben. Sie spielten ihre Stärken perfekt aus und ließen kaum Luft zum Durchatmen. Sie schafften es dabei, kontinuierlich ihr eigenes Spiel aufzudrücken, während wir hinterherliefen ohne ein Mittel zu finden, die Gegner vor neue Aufgaben zu stellen. Somit stand es am Ende 15:8 für Kreuzschule, die sich ihren Sieg vor allem durch Cleverness und das Besinnen auf die Stärken der einzelnen Spieler redlich verdienten. Herzlichen Glückwunsch zum Sieg liebe Kreuzschüler! Die Revanche wird hoffentlich nicht allzu lang auf sich warten lassen.

 

Unser Resümee aus diesem Tag ist  trotz der Niederlage positiv. Es war ein sehr schönes Event und wir hoffen, dass wir dem sächsischen Volleyball sowohl spielerisch durch die Mannschaften, als auch programmtechnisch einiges bieten konnten. Wir wollten damit auch gern zeigen, dass ein Pokalfinale ein ganz besonderes Event ist, was als solches auch groß aufgezogen werden sollte und somit vielleicht auch nicht unbedingt in die laufende Saison gehört.

 

Erwähnen wollen wir auch nochmal die jungen Damen unserer Turnabteilung, die mit ihrer künstlerischen Darbietung eine tolle Show geboten haben. Ein großes Dankeschön dafür – das war klasse und hoffentlich auch nicht das letzte Mal. Ein weiteres großes Dankeschön gilt all denen, die diesen Tag so gut mit organisiert und möglich gemacht haben, wie z. B. Uwe Petter als äußerst leidenschaftlicher Hallensprecher und Sportfreund, der großartig zur allgemeinen Stimmung beigetragen hat, unserer Jugend mit ihrem tadellosen (Erst-) Auftritt beim Durchführen des Dreiballsystems oder den ausschenkenden Freiwilligen hinter der Getränke- und Speisetheke. Ebenfalls möchten wir uns natürlich bei unseren Fans bedanken, die immer wieder an uns glauben und sich selbst bei aussichtlosen Punkteständen nicht scheuen, uns mit Anfeuerungsgesängen und Trommelschlägen zu unterstützen.

 

Nun ist das heiß ersehnte Wochenende schon wieder vorbei. Jedoch können wir uns nicht ausruhen und den Kopf in den Sand stecken. Bereits dieses Wochenende heißt es wieder Alltag im Ligabetrieb. Unserer Reise führt uns dieses Mal nach Zschopau, welche wir im Heimspiel, wie ist es anders zu erwarten, im 5. Satz schlagen konnten. Wir geben im Training alles, denn unser Ziel heißt weiterhin den Abstieg zu vermeiden.

In diesem Sinne: Bleibt dran, wenn es am Wochenende wieder heißt... MOMI AHU!!!