Durchwachsener Heimspieltag mit Happy End

Vergangenen Samstag (03.03.) starteten wir in den Hammer-März mit einem echten Heimspiel-Kracher. Auf uns warteten unsere unmittelbaren Konkurrenten aus Zittau und die Elbländer, gegen die es die einzige Hinrunden-Niederlage setzte. Nostalgiker werden sich an unsere Sachsenklasse Saison 15/16 erinnern, in der wir zu Beginn der Rückrunde die gleiche Konstellation zu bespielen hatten.

Zuerst trafen wir auf Zittau. Nach bisher zwei Saisonerfolgen gegen die Jungs aus dem Dreiländereck waren wir, wie immer, auf einen harten Kampf eingestellt und es sollte eben dieses enge Spiel werden. Zu Beginn sah jedoch alles eindeutig nach einem Zittauer Sieg aus. Bis zur Satzmitte war es ausgeglichen, kein Team konnte sich absetzen. Dann verloren wir den Faden und die Konzentration. Die Zittauer starteten kleine Serien, die wir nicht mehr aufholen konnten (16:25). Der zweite Satz verlief ähnlich. Zittau konnte sich diesmal schon früher absetzen. Durch die variablen Zuspiele konnten wir selten einen Zweierblock stellen. Kam dieser zustande, wurde er von den Zittauern clever angeschlagen. Bei eben so einer Aktion verletzte sich der bis dahin herausragend spielende Außenangreifer der Zittauer schwer am Knie. Ein kleiner Schock fuhr auch uns durch die Glieder, so dass wir diesen Ausfall (noch) nicht ausnutzen konnten (21:25). Der dritte Satz sollten den Wendepunkt der Partie darstellen. Wir konnten nun besser mithalten und mehr Druck aufbauen. Zusätzlich verletzte sich abermals ein Zittauer – dieses Mal der Hauptangreifer. Die sichtlich geschockten Zittauer konnten diesen Ausfall nun nicht mehr kompensieren. Wir hatten nun mehr Möglichkeiten die Schwachstellen des Annahmeriegels auszunutzen (25:19). Im vierten Satz verlor dann wiederum Zittau den Faden. So richtig wollte nichts mehr klappen und auch Dankebälle fielen zu Boden, was unsererseits noch in Satz 1 und 2 passierte. Nun musste der Tie-Break entscheiden. Mit einer kleinen Aufschlagserie konnten wir schnell 3-4 Punkte Abstand gewinnen. Kurz vor dem Seitenwechsel kamen die Zittauer uns noch einmal bedrohlich nahe. Jedoch konnten wir nach dem Seitenwechsel noch einmal Druck aufbauen und das Spiel zu unseren Gunsten entscheiden (15:9).

Man muss aber auch festhalten, dass wir ohne das Verletzungspech der Zittauer (verdient) 3:0 verloren hätten. An dieser Stelle alles Gute und schnelle Genesung ins Dreiländer-Eck an die Invaliden!

Das mussten wir erst einmal sacken lassen. Dazu blieb jedoch nicht viel Zeit – Elbland spielte sich bereits warm. Wir wollten den Schwung des Tie-Breaks mitnehmen und dieses Mal gut in das Spiel starten. Doch wir konnten nicht so recht überzeugen. Kaschiert wurde das ganze durch eine enorm hohe Fehlerquote der Elbländer. So konnten wir uns dank starker Aufschläge und Fehler des Gegners entscheidend absetzen (25:20). Satz zwei zeigte ein ähnliches Bild. Der Gegner schlug schwach auf und machte es uns so einfach (25:15). Wer jedoch denkt, dass das Spiel nach 2 Sätzen schon im Sack ist, gehört mit dem Tie-Break bestraft. Gerade die erfahrenen Elbländer wissen, wie man sich aus so einer Situation befreit. Die Annahme stabilisierte sich nun und so hatten unsere Block- und Abwehrspieler häufiger das Nachsehen. Elbland spielte nicht überragend, jedoch reichte es dank vieler unnötiger Eigenfehler zum Erfolg. Auch punktuelle Wechsel brachten nicht mehr die Wende (15:25). In den vierten Satz starteten wir mit der Aufstellung, die in den ersten beiden Sätzen das Geschehen im Griff hatte. Doch nun war der Wurm drin. Trotz ungefährlicher Aufschläge wackelte die Annahme, so dass die Angreifer nur selten glänzen konnten. Die Sätze drei und vier waren somit ein Spiegelbild der ersten beiden (15:25). Das heißt also, wir gingen über die volle Distanz. Eh wir den Frust abschütteln konnten, dauerte es ein wenig, so dass wir mit Rückstand die Seite wechselten. Dieses Mal ließen wir uns jedoch nicht hängen und konnten noch einmal Aufholen. Schließlich waren es jedoch Elbländer Eigenfehler die unseren Erfolg besiegelten.

Aber auch das gehört dazu und wir sind mehr als froh, aus diesem durchwachsenen Heimspieltag mit zwei Siegen hervorgegangen zu sein. Wir führen nun wieder die Tabelle an – 2 Pünktchen Vorsprung vor Zittau heißen aber auch: es ist noch alles möglich!