Nix zu holen in Dipps

Am vergangenen Samstag fuhren wir in lustiger Auto-Kolonne nach Dippoldiswalde. Wir waren relativ erwartungsfrei. Wir wussten, dass sich Dipps mit einigen Volleyballerinnen aus Freiberg verstärkt hatte und konnten die Spielweise der neuen Mannschaft nur schwer einschätzen. Diesmal funktionierte auch die Einspiel-Choreographie (danke an dieser Stelle nochmal an Krissi).

Der erste Satz gegen die ohne Trainer aufspielenden Dippser Mädels gestaltete sich bis zum 15:15 zäh und jeder Punkt war hart erkämpft. Alle Spielelemente funktionierten besser als im Spiel zuvor, aber noch nicht gut genug, um die Gegnerinnen effektiv unter Druck zu setzen. Retrospektiv betrachtet war jeder mit sich beschäftigt, aber wir „brannten noch nicht füreinander“ (Zitat aus der Kabine). So kam es, dass wir die Spannung nicht halten konnten und den Satz 19:25 abgaben.

In den 2. Satz starteten wir mit großer Verunsicherung und einem Rückstand von 6 Punkten durch eine starke Aufschlagsserie der Dippser Zuspielerin. Dieser ließ sich bis zum Ende nicht kompensieren (16:25). Zukünftig gilt es hier, Trainerkommandos vertrauensvoller und direkter umzusetzen.

 Im dritten Satz brachte Trainer David durch zwei Wechsel mehr Ruhe in die Mannschaft. Es gelang in der Satzpause, das gemeinschaftliche Kampfgefühl zu aktivieren und später aufs Spielfeld zu transportieren. So wollten wir das Ergebnis ganz bestimmt nicht stehen lassen!!! Mit starken Aufschlägen und variableren Angriffen sowie entschlossenerer Abwehr sicherten wir uns den 3. Satz mit 25:20. Hier muss unser Geburtstagskind Diana hervorgehoben werden, das sich selbst und uns mit einer ausgezeichneten Spielleistung beschenkt hat.

Leider konnten wir den Flow nicht in den 4. Satz übertragen. Wir begannen weniger druckvoll und mussten ihn an die abwehrstarken Dippser Mädels abgeben (21:25). Natürlich waren wir enttäuscht. Wir schauten uns noch gemeinsam einen Großteil des nachfolgenden Punktspiels an. Auch der DSC tat sich gegen Dippoldiswalde schwer, was unsere Niederlage etwas aufwertete.

Am 1. Spieltag gab es Sieg und Niederlage

Der erste Spieltag der Saison 2017/18 gestaltete sich organisatorisch chaotisch und spielerisch über weite Strecken noch unabgestimmt. Die Saisonvorbereitung war aufgrund verschiedenster Verpflichtungen, Urlaubsunternehmungen und verletzungsbedingten Pausen der einzelnen Spielerinnen nicht wie geplant ausgefallen, sodass bisher nur wenig gemeinsames Spielen möglich war. Uns dieses Nachteils von Anfang an bewusst, starteten wir nichts desto trotz mit Kampfgeist, Humor und ohne Libera in die erste Partie gegen die Mädels aus Grimma (VV Grimma II).  Hier dominierten wir durch harte Aufschläge und einen aktiven, gut positionierten Block deutlich und unterbanden jeglichen gegnerischen Spielaufbau. Trainer David ordnete angesichts der eingetretenen Entspannung ein buntes „Wechselkonzert“ an. 3:0 (25:13, 25:14 und 25:13) hieß es am Ende und wir waren euphorisiert und angesichts unserer antizipierten „Außenseiterrolle“ auch überrascht.

Das zweite Spiel gegen die Mädels vom Adelsberger SG gab der beschriebenen Stimmung dann einen deutlichen Dämpfer und unterstrich die Notwendigkeit der Erhöhung der Trainingsbeteiligung. Hier erwarteten uns druckvolle Aufschläge, ein schnelles gegnerisches Spiel mit harten Angriffen. Unsere Annahme schwächelte, der daraus resultierende Angriff war für die Adelsbergerinnen oftmals zu vorsehbar. Es gelang zu selten, direkte Angriffspunkte zu machen. Blockabpraller konnten häufig nicht gerettet und für einen neuen Spielaufbau genutzt werden. Der eigene Block blieb bei weitem nicht so effektiv wie im ersten Spiel. Es gelang in den ersten beiden Sätzen somit nicht, den früh erkämpften Vorsprung der Adelsbergerinnen aufzuholen (20:25, 17:25). Im 3. Satz war es uns durch gute Aufschläge möglich, anzuknüpfen und sogar den Satzball zu erkämpfen. Leider konnten wir diesen nicht durchbringen und mussten den Satz 26:28 an die Gäste abgeben.

Beide Spiele waren wichtig um in der neuen Saison anzukommen. Das Miteinander in der Mannschaft fühlt sich sehr gut an und das spielerische Potenzial wird in den nächsten Trainingswochen weiter ausgeschöpft werden.

„Ay Caramba“