3. Damen: Nur 1 Punkt aus den beiden Heimspielen

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Am Ende fehlte die Puste

Püntklich zum Februar hieß es wieder: Sonntag Treff 9:00 Uhr! Und diesmal das Besondere – ein Doppelturnier mit unseren 2. Damen. Wir wussten also, die Halle wird voll!

Den Spieltag begonnen haben wir mit dem VC Dresden. Vielleicht hatten wir auch etwas Bammel, denn unsere Aufstellung und Besetzung in dieser Kombination feierte Premiere. Durch Verletzung und Krankheit fielen leider viele Spielerinnen aus und somit musste ein wenig improvisiert werden…und dann auch noch gegen den Tabellen-Ersten! Unser Ziel war es, dieses erste Spiel entspannt anzugehen, denn nichts ist schlimmer als voreingenommen und verängstigt das Feld zu betreten. Wichtig war es uns, gut in das Spiel zu kommen, uns als Mannschaft Herausforderungen zu stellen und vor allem eins: Spaß haben. Also kämpften wir gegen unsere starken Gegner und zu aller Zufriedenheit klappte das Zusammenspiel sogar recht gut. Die scharfen Angriffsschläge des VC Dresden konnten wir annehmen, in ein ordentliches Zuspiel verwandeln und auch die eine oder andere Lücke bei unseren Gegnern finden. Natürlich spricht das Ergebnis des ersten Satzes für sich (12:25), jedoch konnten wir mit unserer Leistung zufrieden sein.

Auch im zweiten Satz festigte sich unser Zusammenspiel und das neue Ziel lautete, mehr Punkte als im Satz davor! Die Stimmung stieg immer weiter an, alle Spielerinnen waren fokussiert und somit schafften wir es, den Satz 14:25 zu beenden. Da wir an diesem Spieltag keine Auswechselspielerinnen hatten, hieß es nun die Ruhe zu bewahren, durchatmen und nochmal alles geben im letzten Teil. Es war ein kräftezerrender dritter Satz, doch mit einem Ergebnis von 18:25 hätte keiner mehr gerechnet. Wir als Team hatten unser Ziel erreicht, ein erfolgreiches und zufriedenes Spiel gegen den stärksten Gegner der Staffel.

SV Motor Mickten III. - VC Dresden 0:3 (12:25 14:25 18:25)

Gleich im Anschluss trafen wir auf den SV TuR. Wieder neu konzentrieren, tief durchatmen und alles auf Anfang. Neue Gegner – neues Spiel – und vielleicht sogar auf Augenhöhe. Eine neue Spielerin war in der Zwischenzeit zu uns gestoßen und somit konnten wir uns wieder „normal“ aufstellen und hatten jemanden zum Auswechseln. Dieses Mal hieß das Ziel eindeutig GEWINNEN! So gingen wir also mit neuem Kampfgeist in den ersten Satz. Auch dieses Mal starteten wir Mädels gut in das Spiel, die Punkte fielen in gleichen Gewichten mal bei TuR und mal bei uns. Doch am Ende konnten sich unsere Gegner doch festigen und siegten mit 25:22 im ersten Teil. Ärgerlich aber das spornte uns nur noch mehr an. Mittlerweile fanden sich auch Freunde & Familie am Spielfeldrand um uns anzufeuern, es war ein tolles Gefühl!

Diese Energie pushte uns so sehr, wir begannen den zweiten Satz mit Führung (16:10), doch unsere Gegner hatten schon auf Aufholjagd umgeschaltet. So verschenkten wir leider noch Punkte, bevor wir uns sammeln konnten und den Satz mit 25:17 für uns gewinnen konnten. Erster gewonnener Satz – Check. Es stand wieder Gleichstand und sofort stürzten wir uns in den nächsten dritten Teil. Gleiche Situation wie zuvor, ein klarer Punktevorsprung für uns Momi-Mädels mit 17:07. Doch wieder fing uns die Pechsträhne ein: vermasselte Aufgaben, schlechte Annahme oder Angriffe ins Aus. Der Wurm war einmal drin und er wollte nicht raus… Diesen Satz mussten wir wohl abgeben. 24:26 ist ein knappes Ergebnis, aber unseren deutlichen Vorsprung haben wir nicht genutzt. So mancher ließ den Kopf hängen, doch dafür war keine Zeit. Die Trainer und Stimmungsmacher am Rand signalisierten uns, dieses Spiel gehört Momi!

Also vierter Satz und neue Chance. Unsere Stärke an diesem Tag? Von Anfang an zusammenreißen, mitdenken und einen schönen Vorsprung schaffen. Und wieder klappte es wie am Schnürchen, 16:09 – 20:13, es lief. Doch wer das Spiel beobachtet hat wusste was jetzt folgt, das Loch natürlich. TuR kämpfte mit allen Mitteln, kam immer weiter an uns heran. Es war ein so enges Rennen um die letzten Punkte, immer wieder neue Hoffnung, dann weg. Neuer Punkt, neue Hoffnung und alles weg. Letztendlich haben wir uns tatsächlich diesen Satz geholt, 27:25 spricht für sich und die Nerven lagen blank. Fünfter und entscheidender Satz des Tages. Wir wollten wieder stark beginnen, denn das war an diesem Tag unsere absolute Stärke. In unseren Gedanken war es unser Satz. Leider kamen wir überhaupt nicht in dieses Spiel rein, die Power war irgendwie raus und doofe Fehler schlichen sich ein. Ja, dieses Spiel haben wir verloren (letzter Satz 08:15).

Die Enttäuschung stand uns ins Gesicht geschrieben, verletzte Körper meldeten sich und so richtig verstehen konnte es keiner. Wir wissen, diese Mannschaft hätten wir schlagen können und müssen, unsere Leistung war auf jeden Fall da.  Doch anscheinend nicht bis zum bitteren Ende. Ärgerlich Momi – daraus können wir nur lernen!

SV Motor Mickten III. - SV TuR Dresden 2:3 (22:25 25:17 24:26 27:25 8:15)